Goldschmiedekunst in Essen – Ein modernes Handwerk mit Geschichte
Die Goldschmiedekunst zählt zu den ältesten Handwerken der Menschheit.
Ihre Werke begeistern durch ihre filigrane Ausführungen und sind oft mit Symbolik und Bedeutung verbunden. Die ästhetische Faszination beruht auch auf den verwendeten, meist wertvollen Materialien. Gestalterische Kreativität, Formgefühl und handwerkliches Geschick sind die prägenden Eigenschaften der Goldschmiedenden.

Auch in Essen hat das Goldschmiedehandwerk eine lange und bedeutende Geschichte. Bereits um das Jahr 1000 nach Christus war die Stadt an der Ruhr durch ihre kostbaren Kunstwerke wie die Goldene Madonna und den Münsterschatz ein bedeutender Ort für die Goldschmiedekunst des Mittelalters.
Ein anderes wegweisendes Kapitel in der Geschichte des Essener Goldschmiedehandwerks waren die 1930er Jahre, als die Goldschmiedin Elisabeth Treskow, die damals auf der Margarethenhöhe arbeitete, die Granulationstechnik der Etrusker wiederentdeckte. Diese Technik, bei der kleine Goldkügelchen zu kunstvollen Mustern angeordnet und mit der Oberfläche der Schmuckstücks verschmolzen werden, hat Elisabeth Treskow meisterhaft neu interpretiert.
Zu den bekannten Werken der Goldschmiedemeisterin gehören die Amtskette für die Essener Oberbürgermeister sowie die Meisterschale des Deutschen Fußballverbands.

In Essen gibt es auch heute eine lebendige Gemeinschaft von Gold- und Silberschmied:innen sowie Edelsteinfasser:innen, die sowohl traditionelle Techniken als auch moderne Fertigungsprozesse und innovatives Design im Repertoire hat. Von der fachkundigen Beratung über kunstvolle Restaurierungen bis hin zur individuellen Anfertigung von Schmuck – hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die dafür sorgen, dass sie viel Freude an Ihren Schmuckstücken haben.
Wir üben unseren Beruf mit großer Leidenschaft aus und setzen uns dafür ein, ihn zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Daher freuen wir uns sehr, dass unser Handwerk im Jahr 2025 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.
